Besuch eines Hedgefonds-Verkäufers

Geschrieben von frankfurtoffice am 19. Februar 2011 | Abgelegt unter Finanz-News

Hedgefonds gelten als sogenannte “Black Boxes”. Kaum einer weiß, wie deren Fondsmanager die Renditen erwirtschaften. Viele dieser speziellen Investmentfonds bieten die Chance auf hohe Renditen bei gleichzeitig hohem Risiko. Andere wiederum versprechen stabile Renditen und damit geringes Risiko. Bernard Madoff, der Anleger mit einem Schneeballsystem um mehr als 50 Milliarden Dollar betrogen hat, war so einer. Aber das ist ein anderes Thema.

Eines haben alle Hedgefonds gemeinsam: Ihre Anlagestrategie ist nebulös und die Gebühren sind hoch.

Kürzlich traf ich einen Art Hedgefonds-Verkäufer des Anbieters Debeka, nur ging es bei dem Termin um eine Riester-Rente. Das Fazit: Die Anlagestrategie dieser Riester-Rente ist wesentlich undurchsichtiger und die Gebühren sind erheblich höher als bei einem Hedgefonds. Das dürfte bei anderen Anbietern nicht anders sein.

Denn: Fragen nach Anlagestrategie wurden nicht beantwortet, ich erhielt nur den Ausdruck über eine garantierte Rückzahlungssumme, die man schlecht nachrechnen kann. Der eigentliche Schock kam erst, als ich den richtigen Vertrag in den Händen hielt.

Zum Vergleich: Bei Hedgefonds-Managern ist die 2/20-Regel eine Richtgröße: 2 Prozent vom Fondsvolumen als jährliche Gebühr zuzüglich einer Gewinnbeteiligung von 20 Prozent.

Demgegenüber die Gebühren für die Debeka-Riester-Rente:

Abschluss- und Vertriebskosten: „3 Prozent der Summe aller Eigenbeträge und staatlichen Zulagen“

Vertragsführungsgebühr: „1,25 Prozent monatlich ab Versicherungsbeginn bis zum Beginn der Rentenzahlung“

Laufende Verwaltungskosten:  „3,5 Prozent vom Eigenbetrag und Zulagen“ Hinzu kommen „4,5 Prozent für jeden in der Abrufphase eingegangenen Beitrag“ und „2 Prozent von der Rente in der Bezugszeit“.

Natürlich hat die Riester-Rente gegenüber Hedgefonds einen Vorteil: Die eingezählten Ertrage und staatlichen Zulagen sind geschützt, während bei den speziellen Fonds die Anleger natürlich ihr Geld verlieren können. Doch bei fast acht Prozent jährlichen Kosten/Gebühren und angesichts des niedrigen Zinsniveaus bleibt es bei den Einzahlungen plus Zulagen – eine zusätzliche Rendite ist fast unmöglich.

Die einzige Alternative derzeit, bei der praktisch keine Kosten anfallen und nur ein geringes Risiko bietet, sind Banksparpläne. Für die wird natürlich nicht geworben – weil daran kein Anbieter verdient.

Die Stiftung Warentest hat dafür einen guten Überblick erstellt – inklusive Tabelle mit den preisgünstigsten Anbieter. Die Version gilt vor allem für die Personen, die weniger als zehn Jahre bis zur Rente haben.

Ein neues Finanzblog entsteht…

Geschrieben von roland am 12. Februar 2011 | Abgelegt unter Finanz-News

Liebe Leserinnen und Leser,

schön, dass Sie diese Seite gefunden haben. Wir werden hier künftig ein Finanzblog schreiben. Bis wir die ersten Inhalte publiziert haben, dauert es noch einige – wenige – Tage. Bis dahin freuen wir uns aber sehr über Fans bei Facebook und Follower bei Twitter. Wir informieren über Facebook und Twitter natürlich auch über unseren Launch! Wer “wir” sind, das wird noch nicht verraten. Wir freuen uns vor dem Start natürlich sehr darüber, wenn viele Finanz- und Börseninteressierte von unserem Projekt erfahren…

Ihr und Euer Finanzadler-Team.